SOZIALREGION KARLSRUHE -
TEILHABE OHNE GRENZEN
PERSPEKTIVEN UND MITMACHEN
KULTUR - SPORT - FREIZEIT - BILDUNG




Karlsruher Pass / Karlsruher Kinderpass in Stadt und Landkreis Karlsruhe

SozialRegion Karlsruhe

Armutsbekämpfung ist seit einem Vierteljahrhundert ein sozialpolitisches Ziel der Stadt Karlsruhe. Der 2006 eingeführte Kinderpass und der 2009 wieder eingeführte Karlsruher Pass sind hierfür erfolgreiche Instrumente. Sie ermöglichen Teilhabe für sozial benachteiligte Kinder und Erwachsene über die Befähigung zur Teilnahme an sportlichen, kulturellen oder anderen Freizeitaktivitäten. Die politischen und administrativen Grenzen der Stadt entsprechen jedoch nicht zwingend den subjektiv wahrgenommenen Sozialräumen der dort wohnenden Menschen. Zur wirksamen Armutsbekämpfung sind daher Lösungen gefragt, die über diese Grenzen hinausreichen.

Die SozialRegion Karlsruhe überwindet als regionale Aktionsgemeinschaft diese Grenzen und ermöglicht Teilhabe. Sie versteht die Bekämpfung von Armut als Gemeinschaftsaufgabe und trägt in der Verknüpfung der Kommunen zur Lösung sozialer Probleme bei.

Die Region nimmt alle mit - Karlsruher Kinderpass

Unsere Gesellschaftssysteme werden immer komplexer, die Modernisierung verändert die Lebensverhältnisse zunehmend schneller. Bei dieser Entwicklung können und wollen wir es uns nicht leisten, dass Menschen zurückbleiben – schon gar nicht die, die die Zukunft noch vor sich haben. Das bedeutet für uns auch politisch neue Herausforderungen. Es gilt, die Situation der betroffenen Kinder effektiv zu verbessern. Die Kommunen sind dabei als zentraler Lebensort der Kinder und Familien in besonderer Weise gefordert. Und gleichzeitig braucht es dafür ein Denken, das über eine einzelne Gemeinde hinausgeht, denn Armut macht nicht am Ortsschild halt. Dieses Problem geht uns alle an. Darum haben wir uns entschieden, es auch gemeinsam anzupacken.

Zu diesem Zweck haben wir uns zu der SozialRegion Karlsruher Kinderpass zusammengeschlossen: für eine effektive Armutsbekämpfung über kommunale Grenzen hinweg. Für die Chancen von Kindern und Jugendlichen darf es keine Rolle spielen, welchen sozialen Status die Familie hat. Hier wollen wir eine Angleichung der Lebensverhältnisse erreichen. Der Kinderpass ist dabei das Instrument für Teilhabe und Chancengleichheit. Damit geben wir den Kindern und Jugendlichen dieser Region eine Chance zu einer altersgerechten Entwicklung, zur individuellen Entfaltung und zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Und wir geben ihnen eine Perspektive.

SozialRegion Ü18 - der Karlsruher Pass

Mehrere Gemeinden haben sich bereits für die Einführung des Karlsruher Passes für Erwachsene entschieden. Damit sollen auch für Erwachsene Teilhabemöglichkeiten verbessert und die vielfältigen Angebote in den Gemeinden zugänglich werden.
In Rheinstetten und Eggenstein-Leopoldshafen können alle Erwachsenen einen Karlsruher Pass beantragen, der zwar nicht die KVV-Ermäßigung ermöglicht, aber alle anderen Leistungen wie ermäßigte Eintritte, Kurse und Mitgliedschaften sowie für Menschen ab 60 Jahre die Bildungsgutscheine 60PLUS umfasst. Die Bildungsgutscheine können für Angebote aus den Bereichen Sport, Kultur, Weilterbildung und Freizeit verwendet werden, also zum Beispiel für die Jahreskarte im Zoologischen Stadtgarten Karlsruher, für Kurse der Volkhochschulen, beim Badischen Staatstheater, für Vereinsbeiträge und vieles mehr.

SozialRegion Ü65 - der Karlsruher Pass

Mit Fokus auf dem Thema Altersarmut haben sich einige Gemeinden für die Einführung des Karlsruher Passes 65PLUS entschiedem. In diesen Gemeinden können Einwohner*innen, die 65 Jahre und älter sind, einen Karlsruher Pass beantragen. Dieser Karlsruher Pass eröffnet neben allen sonstigen Ermäßigungen (außer KVV-Monatskarten) die Möglichkeit, das KVV-Jahresabonnement "Karte ab 65" mit einer Ermäßigung von 50 % abzuschließen.
Außerdem sind hier beim Karlsruher Pass die Bildungsgutscheine 60PLUS enthalten, die für Angebote aus den Bereichen Sport, Kultur, Weiterbildung und Freizeit verwendet werden können. Den Karlsruher Pass 65PLUS erhalten Sie in Waldbronn, Weingarten (Baden) und Stutensee.

Die Möglichkeiten

Die Angebote in der SozialRegion sind vielfältig und spannend. Die Möglichkeiten im Detail finden Sie über die Symbole auf der rechten Seite.

Mitmachen in der SozialRegion

Neue Mitglieder sind in der SozialRegion jederzeit willkommen, denn gemeinsam sind die teilnehmenden Kommunen mehr als die Summe ihre Teile. Energien bündeln, von Erfahrungen profitieren und sich gemeinsam weiterentwickeln - das macht die SozialRegion mit dem Karlsruher Pass und Karlsruher Kinderpass zu einem starken Instrument der Armutsbekämpfung. Informationen erhalten Sie jederzeit gerne beim Jugendfreizeit- und Bildungswerk unter 0721 133-5673 oder per Mail an jfbw@stja.de.

Charta SozialRegion

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der SozialRegion am 03.05.2018 wurde in Stutensee, der ersten Gemeinde, die mit der Stadt Karlsruhe eine Kooperation zum Karlsruher Kinderpass beschlossen hatte, die "Charta SozialRegion" unterzeichnet.

Darin heißt es unter anderem:
Das wichtigste Ziel in der Armutsbekämpfung ist, die Teilhabechancen von benachteiligten Menschen in diesen Bereichen zu erhöhen. Hierfür setzt sich die SozialRegion Karlsruhe mit Angeboten zur Teilhabe, Weiterentwicklung derselben und mit Hilfe eines interkommunalen Austauschs ein.

Unterzeichner der Charta 2018:
- Bürgermeister Martin Lenz, Stadt Karlsruhe
- Oberbürgermeister Klaus Demal, Stadt Stutensee
- Amtsleiter Sozial- und Ordnungsamt Ronald Daum, Stadt Rheinstetten
- Bürgermeister Wolfgang Wehowsky, Gemeinde Weingarten (Baden)
- Bürgermeister Karl-Heinz Burgey, Gemeinde Walzbachtal
- Bürgermeisterin Nicola Bodemer, Gemeinde Pfinztal
- Bürgermeister Bernd Stober, Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen
- Bürgermeister Franz Masino, Gemeinde Waldbronn
- FB-Leitung Bildung, Soziales, Sport Patrick Hauns, Stadt Bruchsal
- Bürgermeister Bernd Killinger, Gemeinde Forst
- Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Landkreis Karlsruhe
- Dezernent Peter Kappes, Landkreis Karlsruhe